Christopher Street Day - ColognePride 2010
Christopher Street Day - Was ist das überhaupt?Es ist ein Tag, der den Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (auch: LGBT - Lesbian, Gay, Bisexual, Trans) gewidmet wird. Es wird für die Rechte und gegen die Ausgrenzung und Diskriminierung dieser sexuellen Minderheiten demonstriert. Aufgezogen wird das Ganze in einer feierlichen Atmosphäre. Als 'Christopher Street Day' wird der Umzug allerdings nur in Deutschland und der Schweiz bezeichnet. In Österreich trägt er den Namen 'Regenbogenparade' und in englischsprachigen Ländern ist die Bezeichnung 'Gay Pride' oder 'Pride Parades' üblich. In Australien feiert man das Ganze beispielsweise jedoch gleich mit Karneval zusammen und so sieht man, wie unterschiedlich der Gedenktag gefeiert werden kann. Letztlich meint er jedoch überall das Selbe. Ausgetragen wird er in den unterschiedlichen Städten an verschiedenen Tagen, aber grundsätzlich einmal im Jahr.
Wie kam es zu einem solchen Gedenktag?
Grundlegend für den uns heute bekannten 'Christopher Street Day' war der so genannte Stonewall-Aufstand in der Bar 'Stonewall Inn', welche in der Christopher Street in New York City liegt, was auch den Namen erklärt. Dieser Aufstand soll in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 mit gewaltigen Auseinandersetzungen zwischen Homosexuellen und Polizeibeamten begonnen und mit einigen Unterbrechungen bis zum 3. Juli angedauert haben. Ernstzunehmende Widerstände der Homosexuellen gegen die Diskriminierung und abwertende Behandlung durch andere sollen letztlich ausschlaggebend für den uns heute bekannten Gedenktag gewesen sein.
Ist denn schon Karneval?
So gesehen ja! Von der Stimmung, der Musik, der Parade selbst, aber auch dem Auftreten der Menschen lässt sich der Christopher Street Day (in Köln) tatsächlich mit Karneval vergleichen. Lieder, die einfach Stimmung machen und die verrücktesten Kostüme und Wagen sorgen für eine lustige und lockere Atmosphäre, die definitiv mit Karneval mithalten kann! Zwar handelt es sich in Köln neben Berlin auch um die größte Demonstration Deutschlands, dennoch dürfte die Stimmung in allen anderen Regionen nicht großartig anders sein, zumal heutzutage in nahezu jeder größeren Stadt ein Umzug anlässlich des Christopher Street Days auf die Beine gestellt wird. Der größte CSD Europas fand im Jahre 2002 in Köln statt. Mit 1,2 Millionen Zuschauern und Paradeteilnehmern toppte dieser sogar die Besucherzahlen des Kölner Rosenmontagszuges. Aber auch dieses Jahr besuchten stolze 900.000 Menschen die Kölner Parade, in der nochmals 30.000 Parade-Teilnehmer auf 99 schrill geschmückten Wagen am Geschehen mitwirkten.
Stars und Sternchen
In der Menge ließen sich außerdem einige Prominente wiederfinden. So sorgte beispielsweise Willi Herren, der mit Schlager-Sternchen Diana Sorbello auf dem Wagen der BILD-Zeitung mitfuhr, für ordentliche Stimmung, während Christian Anders den WDR-Wagen unsicher machte. Selbst in der Menschenmenge am Wegesrand erblickte man manch bekannten Promi; der DSDS-Moderator Marco Schreyl dürfte sicherlich nur ein Beispiel hierfür sein.
Gibt es davon auch Fotos?
Hier geht es zum Fotoalbum. Alle Bilder sind entweder auf und in der Nähe der Deutzer Brücke entstanden oder wurden vom Wagen der BILD-Zeitung herunter fotographiert. Vielleicht findet ihr ja den ein oder anderen wieder, den ihr kennt, denn dort war die Hölle los!
Köln, CSD, Parade, ColognePride, 2010
08.07.2010 -
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